Von Katy · Veröffentlicht am · Zuletzt geprüft am
Kurz gesagtBeim klassischen Schröpfen steht der Unterdruck still, die Glocke bleibt mehrere Minuten an derselben Stelle. Bei der mechanischen Pulsationsmassage wechselt der Sog rund 200 Mal pro Minute zwischen Zug und Entlastung. Deshalb gehören blaue Flecken beim Schröpfen zur Methode und entstehen bei der Pulsationsmassage in der Regel nicht. Bei hautimpuls in Winterthur arbeite ich mit der Pulsationsmassage.
Schröpfen und Pulsationsmassage arbeiten beide mit Unterdruck auf der Haut und von aussen sehen sie sich ähnlich. Was sie trennt, ist der Rhythmus. Dazwischen liegt eine dritte Variante, das elektrische Schröpfgerät. Dieser Artikel steht auf meiner Website und ich biete die pulsierende Variante an. Umso wichtiger, dass hier auch das klassische Schröpfen zu seinem Recht kommt.
Was ist der Unterschied zwischen Schröpfen und Pulsationsmassage?
Der Unterschied liegt im Rhythmus. Beim klassischen Schröpfen bleibt der Unterdruck konstant, die Glocke steht mehrere Minuten still auf einer Stelle. Bei der mechanischen Pulsationsmassage wechselt der Sog laufend zwischen Zug und Entlastung, rund 200 Mal pro Minute. Dazwischen liegt das elektrische Schröpfgerät: Dort wird der Unterdruck nur abgeschwächt, das Gewebe bleibt dabei angesaugt. Aus diesem einen Unterschied folgt fast alles andere, auch die Frage nach den blauen Flecken.
Was passiert beim klassischen Schröpfen?
Beim Schröpfen wird eine Glocke auf die Haut gesetzt und die Luft darin verdünnt, früher durch Erhitzen, heute meist mit einer Saugvorrichtung. Die Haut wird in die Glocke hineingezogen und bleibt dort. Der Zug hält an, solange die Glocke sitzt.
Das Verfahren ist alt. Geschröpft wurde bereits 3300 vor Christus in Mesopotamien, später in der griechischen, ägyptischen und chinesischen Heilkunde. Eingeordnet wird es heute in die Alternativmedizin.
Durch den anhaltenden Zug tritt an der Stelle Blut aus den feinen Gefässen ins Gewebe. Es entsteht ein blauer Fleck. Er ist beim klassischen Schröpfen kein Betriebsunfall, sondern eine erwartete Folge der Methode.
Was passiert bei der Pulsationsmassage?
Bei der mechanischen Pulsationsmassage hebt eine Saugglocke die Haut an und lässt sie sofort wieder los. Dann wieder und wieder. Das Prinzip ist pneumatisch, der Sog wird also mit Luft erzeugt, deshalb heisst das Verfahren fachlich auch pneumatische Pulsationsmassage. Das Gewebe wird rund drei Mal pro Sekunde in die Glocke hineingezogen und sofort wieder losgelassen, also etwa 200 Mal pro Minute. Es entsteht kein Dauerzug, sondern ein Wechsel aus Anheben und Loslassen.
Entwickelt wurde das Verfahren in den 1980er-Jahren, im Einsatz ist es seit 1989. Der Auslöser war genau die Beobachtung, um die es in diesem Artikel geht: Ein starres Vakuum hinterlässt Spuren.
Und was ist mit elektrischen Schröpfgeräten?
Zwischen den beiden liegt eine dritte Variante, das handelsübliche elektrische Schröpfgerät. Es schwächt den Unterdruck in kurzen Abständen ab, hebt ihn aber nicht auf. Das Gewebe bleibt dabei in der Glocke und bewegt sich nur wenig. Bei der mechanischen Pulsationsmassage geht der Sog bei jedem Impuls ganz weg. Das Gewebe kommt in seine Ausgangslage zurück, bevor der nächste Zug beginnt.
Der Unterschied klingt klein. Er ist es nicht. Wo der Unterdruck nur abgeschwächt wird, bleibt der Zug im Grunde stehen und wird bloss schwächer und wieder stärker. Wo er ganz aufgehoben wird, strömt zwischen zwei Impulsen die Aussenluft in die Glocke zurück und löst das Gewebe wieder vollständig vom Sog.
Wer schon einmal von elektrischen Schröpfgeräten gehört hat, stellt an dieser Stelle meist die richtige Frage: Wird der Unterdruck ganz aufgehoben oder nur abgeschwächt? Daran hängt der Unterschied, nicht an der Stärke des Sogs.
Die drei Verfahren nebeneinander
| Merkmal | Klassisches Schröpfen | Elektrisches Schröpfgerät | Mechanische Pulsationsmassage |
|---|---|---|---|
| Unterdruck | steht, solange die Glocke sitzt | wird abgeschwächt, aber nicht aufgehoben | wird bei jedem Impuls ganz aufgehoben |
| Gewebe | bleibt in der Glocke | bleibt angesaugt und bewegt sich wenig | wird angehoben und sofort wieder losgelassen |
| Rhythmus | keiner, der Sog bleibt gleich | der Zug wird schwächer und wieder stärker | rund 200 vollständige Wechsel pro Minute |
| Glocke | bleibt mehrere Minuten an derselben Stelle | je nach Gerät stehend oder geführt | wird über die Fläche geführt |
| Blaue Flecken | Teil der Methode, oft eingeplant | je nach Verweildauer an einer Stelle | nicht vorgesehen, bei zu hoher Einstellung möglich |
| Intensität | über Glockengrösse und Verweildauer | je nach Gerät | stufenlos einstellbar, während der Anwendung anpassbar |
| Herkunft | sehr alt, belegt seit 3300 vor Christus | jüngere Gerätetechnik | Ende der 1980er-Jahre |
| Einordnung | Alternativmedizin und Naturheilkunde | je nach Anbieter verschieden | bei hautimpuls eine kosmetische Anwendung |
In der mittleren Spalte steht an mehreren Stellen je nach Gerät. Dafür gibt es viele Bauarten und ich beschreibe hier das Verfahren, nicht einzelne Geräte.
Warum beim Schröpfen blaue Flecken entstehen und bei der Pulsationsmassage in der Regel nicht
Ein blauer Fleck entsteht, wenn Blut aus feinen Gefässen ins umliegende Gewebe austritt. Dafür braucht es zweierlei: genug Zug und genug Zeit. Beim klassischen Schröpfen sind beide gegeben, weil die Glocke minutenlang an derselben Stelle steht. Bei der Pulsationsmassage fehlt in der Regel die Zeit, der Sog ist nach einem Sekundenbruchteil wieder weg.
Der Sog baut sich auf und ist sofort wieder verschwunden, dann kommt der nächste. Zusätzlich führe ich die Glocke über die Fläche, statt sie an einem Punkt zu halten. Der Unterdruck ist dabei stufenlos regelbar, bis auf einen sehr geringen Wert.
Wichtig, weil es ehrlich sein soll: Blaue Flecken sind bei der Pulsationsmassage nicht ausgeschlossen. Bei zu hoher Einstellung sind sie auch hier möglich.
Der Satz, den du im Netz oft liest und warum er nicht stimmt
Zum Schröpfen kursiert die Behauptung, blaue Flecken seien ein Zeichen dafür, dass die Behandlung gewirkt hat.
Ein blauer Fleck zeigt, dass Blut aus feinen Gefässen ausgetreten ist. Er zeigt, wie stark und wie lange gesaugt wurde. Er zeigt nicht, wie gut es dir danach geht.
Bei hautimpuls ist ein blauer Fleck deshalb kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Hinweis, dass die Einstellung zu hoch war. Darum arbeite ich dosiert und frage während der Anwendung nach.
Was für das klassische Schröpfen spricht
Das Schröpfen hat eine Tradition von über fünftausend Jahren und ist in mehreren Heilkulturen fest verankert.
Ganz klar gesagt: Wenn du klassisches Schröpfen suchst, weil du diese Tradition schätzt, bist du in einer Naturheilpraxis besser aufgehoben als bei mir. Klassisches Schröpfen biete ich nicht an. Meine Anwendung ist eine andere, die mit demselben physikalischen Mittel arbeitet.
Was sich verändern kann
Was sich verändern kann, ist das Hautgefühl. Die Haut kann sich danach weicher anfühlen. Das Hautbild kann gleichmässiger wirken.
Ich arbeite an Haut und Bindegewebe. Was du bekommst, ist die gebuchte Zeit, in der ich mit Ruhe an deiner Haut arbeite und in der du nichts tun musst.
Die Pulsationsmassage ist eine kosmetische Anwendung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.
Was kostet die Pulsationsmassage bei mir?
Bei hautimpuls in Winterthur richtet sich der Preis nach der Dauer, nicht nach der Zone: CHF 65 für 30 Minuten, CHF 120 für 60 Minuten, CHF 175 für 90 Minuten und CHF 220 für 120 Minuten. Der übliche Termin dauert 60 Minuten. Alle Preise nach Dauer stehen auf der Preisseite, ausführlich erklärt sind sie im Artikel Was kostet eine Pulsationsmassage?.
Was klassisches Schröpfen kostet, steht hier nicht. Das fragst du am besten dort, wo du es machen lassen willst. Was du oben gelesen hast, gilt weiter: Es ist eine andere Anwendung.
Für welche Frage passt was
Beide Verfahren arbeiten mit Sog. Sie beantworten aber unterschiedliche Fragen.
Klassisches Schröpfen kommt aus der Heilkunde und wird dort eingesetzt. Die mechanische Pulsationsmassage biete ich kosmetisch an: für das Hautbild, für das Körpergefühl und für die gebuchte Zeit, in der du nichts tun musst. Wenn du wissen willst, wie sich das anfühlt und ob es zu dir passt, frag einfach nach.
Weiterlesen: Die Behandlungen in Winterthur, Dauer und Häufigkeit.
Häufige Fragen zum Vergleich
Ist die Pulsationsmassage einfach modernes Schröpfen?
Nein. Beide arbeiten mit Unterdruck, aber unterschiedlich. Beim Schröpfen steht der Sog mehrere Minuten an einer Stelle. Bei der mechanischen Pulsationsmassage wechselt er rund 200 Mal pro Minute zwischen Zug und Entlastung und ich führe die Glocke über die Fläche. Das ergibt eine andere Reizqualität und ein anderes Empfinden.
Ist ein elektrisches Schröpfgerät dasselbe wie die Pulsationsmassage?
Nein. Beim elektrischen Schröpfgerät wird der Unterdruck abgeschwächt, aber nicht aufgehoben. Das Gewebe bleibt in der Glocke und bewegt sich nur wenig. Bei der mechanischen Pulsationsmassage geht der Sog bei jedem Impuls ganz weg und das Gewebe kommt in seine Ausgangslage zurück, rund 200 Mal pro Minute. Das ist der Unterschied, auf den es ankommt.
Bekomme ich bei der Pulsationsmassage blaue Flecken?
In der Regel nicht, weil der Sog nicht lange genug an einer Stelle bleibt. Ausgeschlossen ist es nicht: Bei zu hoher Einstellung sind blaue Flecken auch hier möglich. Deshalb stelle ich die Intensität stufenlos ein und passe sie während der Anwendung an dein Empfinden an.
Sind blaue Flecken beim klassischen Schröpfen ein Zeichen, dass es gewirkt hat?
Nein. Ein blauer Fleck zeigt, dass Blut aus feinen Gefässen ins Gewebe ausgetreten ist. Er zeigt die Stärke und Dauer des Sogs, nicht die Qualität der Anwendung. Bei hautimpuls gilt ein blauer Fleck als Hinweis, dass die Einstellung zu hoch war.
Tut die Pulsationsmassage weh?
In der Regel nicht. Bei zu hoher Einstellung entsteht ein ziehendes Gefühl. Den Unterdruck kann ich stufenlos regeln und bis auf einen sehr geringen Wert senken. Du gibst während der Anwendung Rückmeldung, danach richtet sich die Einstellung.
Bietet hautimpuls auch klassisches Schröpfen an?
Nein. Bei hautimpuls in Winterthur gibt es ausschliesslich die mechanische Pulsationsmassage, also die pulsierende Variante mit wechselndem Sog. Wer klassisches Schröpfen mit stehendem Vakuum sucht, ist in einer Naturheilpraxis richtig.
Zu mir nach Winterthur kommen Kundinnen aus der ganzen Region, aus Zürich, Frauenfeld und Schaffhausen.
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